Von sich drehenden Büchern und Reifen
Ramona besucht mich. Fahre zum ersten Mal in einem Beetle, dieser rollenden Mottenkugel. Hat was. Was? Kann ich nicht sagen. Vielleicht so was Raumschiffiges: „Bitte mit WARP 2 zur nächsten roten Ampel.“
Man glaubt gar nicht, wie viele Beetles man auf einmal rumkrabbeln sieht, wenn man erst mal in einem sitzt (nein, nicht die im Innenraum). Selektive Wahrnehmung nennen Psychologen das. Erlangen ist übersät mit vor allem schwarzen Käfern. Und ich meine nicht die im Stadtwald.
Schreiben gemeinsam ein Expose für ein Drehbuch (nein, das dreht sich nicht). Ja, ich finde, das ist ein menschliches Grundbedürfnis. Jeder Mensch sollte im Leben eine Familie gründen, ein Flachdachbungalow bauen, 3 Kinder aufziehen (die die Rente später für die Kinderlosen finanzieren) und eine Teenie-Komödie fürs Samstag-Nachmittags- programm schreiben.
Ramona war anfangs als Drehbuch-Agentin eingeplant. (Wahnsinn, wie schnell man heute Agent werden kann. Früher musste man noch beim FBI eine anstrengende Ausbildung absolvieren. Und heute sind die Agenten überall unter uns. Denn jetzt reicht ein Vorstellungsgespräch im Callcenter). Von der Agentin ist Ramona auf jeden Fall zur gleichwertigen Ko-Autorin (nein, nicht K.O.-Autorin) mutiert mit wertvollen Beiträgen wie diesem: „Nee, ich find jetzt net, dass der den Peilsender verschlucken soll, besser wär` …“