AusgeMERKELt

Merkel besucht die Bundeswehrsoldaten im Kosovo. Haben unsere Jungs da unten nichts Unterhaltsameres verdient? Nur zum Vergleich: Marilyn Monroe sang vor den US-Truppen im Vietnamkrieg.

Da machen die Bundis einen harten Einsatz im Krisengebiet und was gibt´s zur Belohnung: Merkel. Gerade sie, die sich bei einem USA-Besuch Bush an den Hals geworfen hat: “Du, du lieber Bush, wenn wir an der Macht gewesen wären, wären wir mit dir treu in den Irak-Krieg gezogen.”

Was hat Merkel mit einer Nacktschnecke gemeinsam? Kein Rückgrat. Im Gegensatz zu Schröder und Chirac.

Bundeswehrsoldaten sind wie die Mehrheit der Deutschen bestimmt auch froh, dass Schröder im Gegensatz zu Merkel ein Pazifist ist und uns aus dem Irak-Krieg rausgehalten hat. Deshalb kann ich nicht verstehen, wieso unsere Jungs dann einen Besuch von Merkel ertragen müssen, die sie, wenn an der Macht, wahrscheinlich auch in einen gar nicht so unwahrscheinlichen Iran-Krieg schicken würde.

So weit wird es aber hoffentlich nicht kommen, denn dieses Mauerblümchen ist jetzt schon abgeMERKELt. Und es hat sich langsam für sie ausgeMERKELt. Ich kann mir nicht vorstellen, wer sie wählen soll.

Wer will schon, dass auch die Deutschen irgendwann Angst haben müssen, dass hier Bomben hochgehen von Leuten, die sich für die westliche Besetzung und Kolonialisierung des Orients rächen wollen. Und dabei wie immer leider die Unschuldigen treffen. Wer aber Merkel wählt, gehört nicht mehr zu den Unschuldigen.

Genau genommen dürfte man dann aber auch nicht die SPD und die Grünen wählen. Denn beide haben zu verantworten, dass Bundeswehrsoldaten in Afghanistan stationiert sind. Was auch die Anschlagsgefahr in Deutschland erhöht.

Es werden ja jetzt schon deutsche Sekretärinnen mit 200 Anschlägen in der Minute gesucht.

Ein interessanter Link von Ina zu den wahren Verhältnissen in Afghanistan. Wer gibt uns eigentlich das Recht, Afghanistan zu besetzen. (Was hat dieses Land uns getan?) Die Amerikaner? Oder die Uno? Diese unfähige Organisation.

Also bevor noch das verzogene Kohl-Ziehkind (manche Kinder werden wohl nie erwachsen) Merkel Kanzlerin wird, würde ich mir noch lieber den zerSTOIBER wünschen.

Gut, dass es bei der nächsten Wahl auch eine zumindest theoretische Alternative gibt: den alten Spitzbuben. Oskar find ich Kanzler.

Aber nützen würde er auch nichts. Denn Politiker in einer Demokratie müssen immer kurzfristig denken. Das heißt Entscheidungen treffen, die sie beim Volk beliebt machen, um wiedergewählt zu werden. Populäre kurzfristige Entscheidungen sind aber langfristig oft schädlich. Deshalb steckt Deutschland in der Krise. Weil in den letzten Jahrzehnten von Politkern aller Couleur falsche Entscheidungen getroffen wurden. Aber wieso sollten sie sich auch anders verhalten? Wer sägt schon gern an dem Ast, auf dem er sitzt?

Aber auch die Wähler sind das Problem: Jetzt wird Schröder die Schuld an der Krise in die Schuhe geschoben. Das liegt daran, dass vielen Wählern die grundlegenden wirtschaftlichen Kenntnisse fehlen, um beurteilen zu können, wer wirklich Schuld hat. Weitreichende schädliche Entscheidungen der Regierung Kohl, Globalisierung und demographische Veränderungen werden anscheinend völlig unberücksichtigt gelassen. Wer Ramonas Buchtipp “Ist Deutschland noch zu retten?” (keine leichte Kost) gelesen hat, kann sich ein differenzierteres Bild machen.

Die Schwächen der Staatsform Demokratie fallen so lange nicht auf, wie es dem Land aufgrund von globalen Entwicklungen “zufällig” gut geht. Wenn Deutschland einen Abwärtstrend einschlägt, weil jetzt z.B. China sein Wirtschaftswunder hat, dann wären unpopuläre Entscheidungen gefragt. Aber die kriegt eine Demokratie oft nicht hin. Und dann fährt eben alles in den Keller. Das war in der Wirtschaftsgeschichte manchmal unausweichlich. Denn es gibt leider keine Alternative zur Demokratie.

Theoretisch ideal wäre eine Diktatur. Mit einem lieben, altruistischen und kompetenten Diktator (gern auch weiblich), der, ohne die Wähler fürchten zu müssen, ein Leben lang regieren darf. Nicht nur “darf”, sondern “muss” (um im Gegensatz zu unseren Politikern auch noch mit den Folgen seiner Entscheidungen konfrontiert zu werden).

Und das gab es schon immer wieder epochenweise sehr erfolgreich z.B. im römischen Reich. Das Risiko ist jedoch zu groß, dass mal ein Diktator an die Macht kommt, der auf den Namen “Nero” hört.

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