Statistische Überlegungen

An alle Mathematiker… und Leser, die hin und wieder mal gerne grübeln. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit im Lotto zu gewinnen, wenn man garnicht mitspielt? (Verursacht durch menschliches oder technisches Versagen) Und ist diese Wahrscheinlichkeit höher als die normal im Lotto zu gewinnen?

Autor Stinktiefel 1/2006

4 Responses to “Statistische Überlegungen”

  1. verQUERrumDENKER meint:

    Dass die Wahrscheinlichkeit, im Lottospielen groß abzuräumen, fast geringer ist, als vom Blitz getroffen zu werden, ist allgemein bekannt. Zumindest denen, die nicht Lotto spielen.

    Irgendwer hatte mal was Weises gesagt: Lottospielen ist die Zusatzsteuer für alle diejenigen, die sich nicht mit Wahrscheinlichkeitsrechnung/Statistik auskennen.

    Aber dennoch macht Lotto Sinn. Viele Menschen können sich so eine Lizenz zum Träumen kaufen. Wie ein Placebo kann das einen eine ganze Woche lang auf schönere Gedanken bringen.

  2. VJ und Dokus meint:

    hier ein mini Auszug aus meiner Magisterarbeit, da argumentiere ich mit der Lotto Wahrscheinlichkeit…..

    6.2. Tradition, Illusion, das Losmann Problem und Innovation existenter Formaten

    Tradition
    Beim Präsentieren der Formate ist es den Redakteuren am liebsten, wenn das Format in Amerika oder anderswo schon erfolgreich lief. Ich werde folglich einige erfolgreiche Elemente tradierter Shows beibehalten. Bei der kompletten Implementierung neuer Shows wäre auch eine Kooperation von Sender Development und Firma und Autor interessant. Der Autor schlägt Testverfahren vor und der Sender entwickelt große Teile der Show, wie bei der 80er Jahre Show geschehen. Zunächst aber das Problem der existenten Formate.

    Das Losmann Problem im Sinne von „ Los Dir einen Mann“
    Hier kommt also die Erläuterung meines Neologismus, „Das Losmann Problem“. Nun die Wahrscheinlichkeit einen 6er im Lotto zu haben ist für die breite Masse des Volkes nur Glück. Deshalb spielen viele einfach Lotto. Für jemanden der von Mathe was versteht ist es 1 zu 14 Millionen. Also wird dieser Mathematikkundige die Finger vom Lottospielen lassen. Ähnlich ist es beim Losen, man zieht ein Los aus vielen tausend Losen und meist ist es eine Niete oder ein Trostpreis. Der Mathematikkundige lässt die Finger davon, weil er die niedrige Wahrscheinlichkeit sieht. Ähnlich funktionieren die Single Shows im Fernsehen. Man lässt die Teilnehmer ein Los ziehen bzw. einen Mann/Frau losen und wundert sich, dass keine funktionierende Beziehung dabei heraus kommt. So hat Herzblatt in über 10 Jahren Show in Deutschland 2 Ehen vermittelt. Die Millionen für den Bachelor kann sich RTL sparen, weil 2 Tage nach Beendigung der Show, die ausgewählte Verbindung aus Manager und Schornsteinfegerin nicht funktionierte. Das ist das Problem. Man lost einen Mann und kapiert nicht, warum immer nur Nieten dabei rauskommen. Schaut man die Realität der boomenden Internet Partnervermittlungen wie http://www.parship.de oder http://www.eharomny.de oder http://www.starmatch.com oder http://www.be2.de oder http://www.elitepartner.de an, so sieht man endlose Listen von Menschen, die sich über diese Plattformen gefunden haben und liiert und manchmal sogar geheiratet haben. Aufgrund des starken Versagens des Fernsehens auf diesem Gebiet, werden wir die Werte und diagnostischen Verfahren der Beziehungspsychologie und Astrologie präsentieren. Die entstandenen Verfahren sind meist nach 20 bis 40 Jahren Forschung durch einen Professor oder einen Akademiker entstanden.

  3. verQUERrumDENKER meint:

    Kurz: Nur Loser nehmen Lose.

    Es ist schon erstaunlich, wie viele Frauen von ihren Männern sitzengelassen werden. Auch bei den Psychologiestudentinnen gibt es ne Menge solcher Frauen. Dabei hätte man doch bei denen gedacht, dass sie geschickter in der Partnerwahl wären und ihren Partner besser menschlich einschätzen können, um dann später nicht enttäuscht zu werden.

    Aber alles Quatsch. Psychostudium ist super als eine Art Wissensansammlung. Aber bringt im Leben einen psychologisch überhaupt nicht weiter. Das sieht man z.B. an den vielen Psychostudenten/innen, die rauchen wie die Schlöte. Mindestens so hoher Anteil wie in der “Normalbevölkerung”. Schon schockierend.

    Das ist ein Beweis, das sich all diese Raucher nicht mal selbst von der Sucht befreien können trotz Psychowissen. Das Psychostudium ist gut, um anderen Leuten zu erzählen, wie sie ihr Leben besser in den Griff bekommen können. Alles, was der Psychologe an sich auch nicht geschafft hat, wenn er ein ähnliches Problem haben sollte.

    Es ist deshalb sehr gefährlich, wenn man annimmt, dass Leute, die ein Spezialgebiet studiert haben, in diesem in ihrem Privatleben irgendwie sich besser verhalten würden. Das könnte sonst zu bösen Überraschungen führen. Bei Ex-Knackis wären wir misstrauisch. Bei einen Anwalt nicht. Ein Fehler. Denn:

    Rechtsanwälte sind nicht ehrlicher als der Durchschnitt. Ärzte sind nicht gesünder. Und Psychologiestudentinnen sind nicht geschickter in der Partnerwahl. Wie die eine, die mit 2 Kindern von gleich 2 Männern sitzengelassen wurde, wobei nur der eine Unterhalt zahlt, und der ich mal folgende E-Mail geschrieben hab:

    “Ich habe eine Theorie, dass das Leben mehr oder weniger ein Trial-and Error-Spiel ist. Du meinst im Leben Sachen einschätzen zu können, du kannst es aber nicht.

    Da lernst du z.B. einen total lieben Mann kennen und bist 7 Jahre glücklich und dann wird er zur Hyäne. Und dann kann es sein, dass du einen Mann kennen lernst, der nicht so überschwänglich ist, manchmal auch etwas kühl. Und du hast Zweifel, ob er der richtige ist. Und du verlässt ihn. Dabei wäre er vielleicht genau der gewesen, der dich eben niemals im Stich gelassen hätte.

    Das Leben ist in vielen Bereichen wie ein Lottospiel. Du kennst den Ausgang nicht. Nur Lottospielen kann man 1x die Woche. So viele Partner/Berufe/Freunde kann man eben nicht “ausprobieren”, weil die Zeit nicht ausreicht: Und das ist das Problem oder auch das Faszinierende, je nachdem.

    Nach meiner Theorie könnte z.B. der nächste Mann, der dir einigermaßen gefällt, und dem du als allerstes, wenn du morgen aus dem Haus gehst, begegnest, genau der Richtige sein. Während der süße Typ aus der Kneipe, der dir dauernd Komplimente macht, den du auch schon seit 2 Jahren kennst, sich als der totale Alptraum entpuppen kann. Denn am Anfang sind alle sooo lieb.”

    Ein Grund, wieso sich viele in ihrem Partner täuschen und mit ihm unglücklich sind und dann in einer Therapie landen (in dem Fall, dass sie es sich nicht schaffen, sich scheiden zu lassen) ist eine Partnerwahl nach den falschen Kriterien.

    Beispiele: Männer haben eine Frau nur nach der Schönheit ausgewählt. Frauen nehmen einen Mann vor allem wegen seines Geldes.

  4. VJ und Dokus meint:

    :) danke fuer die bestaetigung, die hohen scheidungsquoten in dtl ( in der grossstadt wird jede dritte ehe geschieden) bestaetigen die argumentation auch. das psychostudium vermittelt zu viele details und vermittelt zu wenige ganzeitliche systeme der menschlichen seele….cu schoenen sonntag

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