Woran merkt man, dass Deutschland pleite ist?

Die Gelben Säcke werden jedes Jahr einen Zehntelmillimeter dünner.

Man muss die “Säcke” immer behutsamer anfassen, damit sie nicht einreißen und sich vorzeitig entleeren.

Der Michael-Wilfer-Gelber-Sack-Wandstärken-Indikator ist bestimmt aussagekräftiger als der schwachsinnige ifo Geschäftsklimaindex, der nach dem Garbage-in-Garbage-out-System funktioniert: Man befragt Leute, die keine Ahnung von Wirtschaft haben, um einen inhaltsleeren Konjunkturindikator für andere Leute zu generieren, die noch weniger Ahnung von der Wirtschaft haben: die ANALysten.

Aber es gibt immer einen noch Dümmeren. Und das ist der Privatkunde, der sich in seinen Anlageentscheidungen nach der Meinung der ANALysten richtet. Als hätten diese jemals mit ihren eigenen Empfehlungen Geld verdient. Aber müssen sie ja auch nicht. Denn dazu gibt es ja den ahnunglosen Privatanleger, der mit seinem Geld der ANALysten-Kaste ein vortreffliches Leben finanziert.

Es gibt keine Berufsgruppe, die für könnensfreie Zufallsprognosen so fürstlich bezahlt wird. Es gibt keine Studie, die belegt, dass ANALysten bessere Prognosen als der Würfel machen. Und Würfel sind erheblich günstiger im Unterhalt: Sie begnügen sich mit nur wenig Platz, einem Mindestlohn, ab und zu ein paar Worte menschlicher Anrede und bisschen Sonnenstrahlen an und dann.

Da zitiere ich gern Woody Allen: “Meine Anlageberater legen mein Geld so lange an, bis nichts mehr davon übrig ist.”

Aber nicht falsch verstehen: Ich halt zwar nichts vom ifo Geschäftsklimaindex, oder ich halt ihn besser gesagt für einen herrlichen Kontraindikator, aber ich halte ganz viel vom Häuptling des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung Hans-Werner Sinn. Auch empfehle ich dessen Buch: “Ist Deutschland noch zu retten?”.

2 Responses to “Woran merkt man, dass Deutschland pleite ist?”

  1. Stefan F. meint:

    Weswegen empfiehlst Du das Buch?

  2. verQUERrumDENKER meint:

    Antwort siehe “Von Vorkostern und fast kriminellen Vereinigungen”.

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