Der richtige Umgang mit Ratten

Da wir schon wieder bei den Ratten sind, zitiere ich hier mal meinen Carlson dazu:

“Wenn aber das Weibchen in einem empfangsbereiten Zustand ist, dann sucht sie den männlichen Partner oft auf, stößt ihn mit der Nase, beschnüffelt seine Genitalien und zeigt artspezifische Verhaltensweisen. Beispielsweise wird eine weibliche Ratte schnelle, kurze erregende Bewegungen und Ohrwackeln ausführen, was die meisten männlichen Ratten sowie viele Behavioristen aufregend finden…” *loool*

Das Buch an sich ist sehr gut aufgebaut - die Übersetzung jedoch ist nur noch erbärmlich (vielleicht haben das einige schon an dem obigen Zitat gemerkt). Jedesmal, wenn ich wieder “Bitte bemerken Sie, dass…” (hieß im Original wahrscheinlich “Please note that…”) lese, packt mich das kalte Grausen…! ^^

Bei den neurolobiologisch orientierten Wissenschaftlern herrscht auch ein ganz anderer Umgangston im Bezug auf die Ratten wie bei den Behavioristen: Elektroschocks waren gestern. Da werden den Nagetieren Löcher in den Schädel gebohrt, um ihnen Teile ihres Gehirns zu rösten und anschließend ihr Verhalten zu beobachten. Da macht man keine halben Sachen: “Einige Tage später töten wir das Tier, schneiden dessen Gehirn in Scheiben und betrachten das Gewebe unter dem Licht der geeigneten Wellenlänge”. ^^

Ach ja: Im Rahmen wissenschaftlicher (insbesondere medizinischer) Forschungen halte ich das auch für völlig legitim, wenn man dadurch neue Erkenntnisse gewinnen kann.

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